30.03.2026
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30.03.2026 
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Kammergericht Berlin Urteil17.03.2026

Kammergericht bestätigt Freispruch für "leider knapp verpasst" Post des Satirikers El Hotzo zum Trump-AttentatNicht ernst gemeinte Satire ist nicht geeignet den öffentlichen Frieden zu stören

Der 2. Strafsenat des Kammergerichts hat die Revision der Staats­an­walt­schaft Berlin verworfen, mit der diese sich gegen den Freispruch des Satirikers El Hotzo gewandt hatte.

Die Staats­an­walt­schaft hatte dem Angeklagten ursprünglich zur Last gelegt, auf seinem Social-Media-Kanal das Attentat vom 14. Juli 2024 auf den damaligen US-Präsi­dent­schafts­kan­didaten Donald Trump befürwortet zu haben. Konkret habe er in einem der Beiträge einen Vergleich zwischen Donald Trump und einem letzten Bus hergestellt („leider knapp verpasst“). In einem weiteren Beitrag habe er geäußert: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben“. Durch diese Post sei der Tatbestand der Billigung von Straftaten nach § 140 Nr. 2 StGB verwirklicht.

Das Amtsgericht Tiergarten hatte zunächst die Zulassung der Anklage zur Haupt­ver­handlung abgelehnt. Auf die sofortige Beschwerde der Staats­an­walt­schaft hatte eine Beschwer­de­kammer des Landgerichts Berlin I die Anklage zur Haupt­ver­handlung zugelassen.

Amtsgericht Tiergarten hatte El Hotzo freigesprochen

Eine andere Abteilung des Amtsgerichts Tiergarten hatte den Angeklagten sodann mit Urteil vom 23. Juli 2025 aus rechtlichen Gründen vom Vorwurf der Billigung von Straftaten freigesprochen. Dies hatte das Gericht unter anderem damit begründet, dass die Posts, bei denen es sich offenkundig um Satire handele, nicht geeignet gewesen seien, den öffentlichen Frieden zu stören.

Kammergericht bestätigt Freispruch

Diesen Freispruch hat das Kammergericht mit seinem heutigen Urteil bestätigt. Die Auffassung des Amtsgerichts, dass es sich bei den Social-Media-Posts um nicht ernst gemeinte Satire handele, sei frei von Rechtsfehlern. Auch die amtsge­richtliche Wertung, die Posts seien in ihrem satirischen Charakter nicht geeignet gewesen, den öffentlichen Frieden zu stören, sei jedenfalls in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden, so der Vorsitzende des 2. Strafsenats in seiner heutigen Urteils­be­gründung.

Gegen die Entscheidung des Kammergerichts ist kein Rechtsmittel gegeben.

Quelle: Kammergericht, ra-online (pm/pt)

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