01.07.2026
Unser Newsletter wird demnächst umgestellt...

Als Nachfolger des erfolgreichen Portals kostenlose-urteile.de werden wir demnächst auch dessen Newsletter übernehmen und unter dem Namen urteile.news weiter betreiben.

Solange können Sie sich noch über kostenlose-urteile.de bei unserem Newsletter anmelden. Er enthält trotz des Namens kostenlose-urteile.de alle neuen Urteilsmeldungen von urteile.news und verweist auch dahin.

Wir bitten für die Unannehmlichkeiten um ihr Verständnis.

> Anmeldung und weitere Informationen
01.07.2026 

Dokument-Nr. 36077

Sie sehen einen Fingerabdruck mit Markierungen.
Drucken
Urteil30.06.2026Verwaltungsgericht Hannover4 A 2744/23
ergänzende Informationen

Verwaltungsgericht Hannover Urteil30.06.2026

Erken­nungs­dienstliche Behandlung eines Reser­ve­of­fiziers rechtmäßig

Das Gericht hat die Klage eines Reser­ve­of­fiziers der Bundeswehr gegen eine vom Landes­kri­mi­nalamt (LKA) Niedersachsen angeordnete erken­nungs­dienstliche Behandlung abgewiesen.

Das LKA hatte die Maßnahme auf § 81 b Straf­pro­zess­ordnung gestützt. Die Behörde führte zur Begründung aus, es bestehe der Anfangsverdacht, dass sich der Kläger wegen der unbefugten Bildung einer bewaffneten Gruppe strafbar gemacht habe, indem er sich an Übungen mit „wehrspor­t­ähn­lichem Charakter" beteiligt habe. Darüber hinaus bestehe der Verdacht von Verstößen gegen das Waffengesetz und das Spreng­stoff­gesetz.

Der Kläger bestritt sowohl die Durchführung entsprechender Übungen als auch Verstöße gegen das Waffen- und Spreng­stoff­gesetz.

Im Laufe des Verfahrens wurde das strafrechtliche Ermitt­lungs­ver­fahren wegen des Verdachts der Bildung einer bewaffneten Gruppe gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt, da kein hinreichender Tatverdacht festgestellt werden konnte.

Unabhängig davon war der Kläger jedoch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt worden.

Nach Auffassung des Gerichts rechtfertigt bereits diese rechtskräftige Verurteilung die angeordnete erken­nungs­dienstliche Behandlung. Verstöße gegen das Waffengesetz seien angesichts der Gefahren, die von dem nicht ordnungsgemäßen Umgang mit Waffen herrührten, keine Bagatelldelikte.

Selbstständig tragend seien die Erkenntnisse aus den Ermitt­lungsakten gefahrerhöhend zu berücksichtigen. Diese zeigten, dass der Kläger nicht vollständig auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehe.

Die Maßnahme sei daher rechtmäßig gewesen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Der Kläger hat die Möglichkeit, die Zulassung der Berufung beim Nieder­säch­sischen Oberver­wal­tungs­gericht zu beantragen.

Quelle: Verwaltungsgericht Hannover, ra-online (pm/pt)

Nicht gefunden, was Sie gesucht haben?

Urteile sind im Originaltext meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst urteile.news alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://urteile.news/Urteil36077

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Die Redaktion von urteile.news arbeitet mit größter Sorgfalt bei der Zusammenstellung von interessanten Urteilsmeldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann urteile.news nicht die Rechtsberatung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.

VILI