Sozialgericht Frankfurt am Main Urteil14.11.2005
Saison-Basketballspieler sind sozialversicherungspflichtigMonatlicher Verdienst von 2.000 € kein untergeordneter wirtschaftlicher Wert
Wird die Beschäftigung als Basketballspieler berufsmäßig ausgeübt und spielt der Verdienst keine untergeordnete Rolle, sind Beiträge in die Sozialversicherung auch für Saisonspieler zu zahlen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt ist dies der Fall, wenn ein Saisonvertrag beim Aufstieg automatisch und beim Abstieg optional verlängert wird und damit keine kurzfristige Beschäftigung vorliegt. Ein monatlicher Verdienst von über 2000 € sei ferner nicht von untergeordnetem wirtschaftlichen Wert. Sind Profi-Spieler an einer Universität in den USA eingeschrieben sind, führe dies nicht zur Versicherungsfreiheit, da das Studium aufgrund der sportlichen Tätigkeit nicht im Vordergrund stehen könne.
Für die drei Profispieler eines Basketball-Clubs in Langen sind damit zu Recht Sozialversicherungsbeiträge nachgefordert worden.
© urteile.news (ra-online GmbH), Berlin 03.09.2007
Quelle: ra-online, Pressemitteilung des SG Frankfurt am Main vom 07.03.2006